Invalidität – Infos zu Invaliditätsversicherung

Der Begriff Invalidität wird meist in Zusammenhang mit der privaten Unfallversicherung gebraucht. Die Invalidität beschreibt eine Beeinträchtigung, die dauerhaft für den Körper oder den geistigen Zustand besteht. Es kommt dabei darauf an, wie hoch die Beeinträchtigung ist. Die sogenannte Gliedertaxe oder ein Gutachten, das ein Facharzt nach dem Ende vom Heilverfahren erstellt, legen die Höhe der Beeinträchtigung fest.

Als Invaliditätsversicherungen gelten die Berufsunfähigkeitsversicherung, die Private Unfallversicherung, die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die Grundfähigkeitsversicherung sowie die Dread-Disease-Versicherung.

In der Regel wird die Versicherungsleistung bei Verdienstausfall als Kapitalsumme einmalig oder als monatliche Rente ausbezahlt. Die Zahlung der Invaliditätsleistung durch die Versicherungsgesellschaft richtet sich meist nach Invaliditätsgrad. Das heißt umso höher der Grad der Invalidität ist, desto höher fällt die Leistung der Versicherung. Bei Verlust oder vollkommener Dysfunktion der Gliedmaßen (zum Beispiel Arm oder Bein), der Sinnesorgane (etwa Ohr oder Auge) oder anderer Sinneswahrnehmungen (Geschmacks- und Geruchssinn) wird die Beeinträchtigung des Versicherten mit Prozentpunkten eingestuft. So wird zum Beispiel der Verlust des Zeigefingers mit 10 Prozent, der Verlust beider Augen hingegen mit 100 Prozent bewertet. Hieraus ergibt sich äquivalent die Versicherungsleistung. Doch nicht alle Anbieter setzen diese Berechnungsgrundlage standardmäßig voraus. Deshalb sollte der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss darauf achten, um eine Unterversicherung zu vermeiden.

Wird die Leistung nach Schwere der Invalidität berechnet, kann auch das sogenannte Progressionsmodell oder Mehrleistungsmodell greifen, wenn es im Vertrag vereinbart wurde. Hierbei geht man davon aus, dass bei Menschen mit höherem Invaliditätsgrad der finanzielle Bedarf überproportional steigt. Deshalb bieten Versicherungsgesellschaften in diesen Fällen mehr Leistung, als es dem festgestellten Grad der Individualität des Versicherungsnehmers entspräche. So kann es sein, dass ein Versicherter mit einer festgestellten Invalidität von 80 Prozent eine Leistung in Höhe von 200 bis 300 Prozent erhält.

Der Terminus Invalidität wird verschiedenartig benutzt. Zum einen wird damit die durch eine Krankheit oder Gebrechen hervorgerufene dauerhafte Beeinträchtigung beschrieben. Sie führt dauerhaft zu einer Berufsunfähigkeit oder Dienstunfähigkeit. Eine weitere Bedeutung bezieht sich auf Kriegsversehrte, die historisch als Invalide bezeichnet wurden. Im Sprachgebrauch wird der Begriff außerdem als Gegenteil von Validität verwendet und meint damit die Ungültigkeit.