Gebündelte Versicherung Definition im Versicherungslexikon

Die gebündelte Versicherung umschreibt eine Versicherungspolice, in der zwei eigenständige Verträge in einer Police zusammengefasst sind. Das können beispielsweise eine Hausrat- und eine Glasversicherung sein. Häufig wird die Bündelung auch bei einer Familienschutzversicherung angewandt. Hier werden beispielsweise Hausrat-, Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung auf einem Versicherungsschein vereint.

Grundsätzlich handelt es sich dabei um Versicherungen gegen Gefahren mit verschiedenen Bedingungen. Jeder Vertrag für sich behält dabei dennoch seine Selbstständigkeit. Die Prämie, die der Versicherte zahlen muss, richtet sich nach dem jeweiligen Versicherungsvertrag. Jede Versicherung, die die gebündelte Versicherung beinhaltet, kann einzeln gekündigt werden. Die gebündelte Versicherung ist sinnvoll, wenn mehrere Versicherungen abgeschlossen werden müssen.

Durch die Bündelung ergibt sich mehr Komfort für den Versicherungsnehmer. Die Zusammenfassung macht es möglich, die Anzahl der Dokumente gering zu halten. Dazu gehören etwa das Beratungsprotokoll, die Versicherungspolice und die allgemeinen Geschäftsbedingungen. Oftmals kann der Versicherer außerdem bei Abschluss mehrerer Versicherungsverträge auch Rabatte gewähren.

Gegenteil der gebündelten ist die sogenannte kombinierte Versicherung. Sie deckt mehrere Gefahren in einem Vertrag ab. Dabei zahlt der Versicherte nur eine Prämie und bekommt auch nur einen Versicherungsschein. Hier kann er die einzelnen Versicherungsverträge nicht kündigen, sondern nur die gesamte Kombiversicherung.