Unterversicherungsverzicht

Je nach Art und Anbieter der Versicherung, kann die Police einen Unterversicherungsverzicht enthalten. Dieser bewahrt den Verbraucher davor, dass der Versicherer im Schadensfall die Vertragsbedingungen auf eine mögliche Unterversicherung hin prüft.

Bei der Hausratversicherung etwa, einigen sich Versicherer und Kunde mittels einer Unterversicherungsverzichtsklausel darauf, dass sich die Versicherungssumme pauschal nach der Wohnfläche in qm richtet. Als Konsequenz daraus verzichtet der Versicherer bei Teilschäden auf eine Unterversicherungsprüfung und zahlt bei Totalschäden die festgeschriebene Summe.

Doch auch wenn der Versicherer die Entschädigung nicht anteilig wegen ermittelter Unterversicherung kürzt, entspricht die Leistung üblicherweise nur der Höhe der Versicherungssumme. Besteht also, auch ohne dass der Versicherer dies konkret prüft, eine Unterversicherung, d. h. ist der Wert der versicherten Gegenstände höher als die Versicherungssumme, muss der Versicherungsnehmer mit Verlusten rechnen.